Schulanfang

Einteilung in parallele Klassen

Die Einteilung erfolgt nach dem Elternabend. Die zukünftigen Klassenlehrerlinnen werden bei der Bildung der Klassen mit einbezogen. Kriterien für die Bildung der Klassen sind

  • Wohngebiet und gemeinsame Schulwege
  • Anzahl Mädchen/Jungen (ausgewogenes Verhältnis, falls möglich)
  • Anteil der Kinder aus Migrantenfamilien (besondere Berücksichtigung der Sprachkenntnisse)
  • Ergebnisse der schulärztlichen Untersuchung
  • Rücksprache mit den Kindergartenleiterinnen über evtl. aufgetretene Auffälligkeiten bei Kindern (Außenseiter, Sündenbock, Gruppenbindung,...)

Schuleingangsphase

In der Schuleingangsphase werden die Kinder in jahrgangsbezogenen Klassen unterrichtet.

Räumliche Bedingungen

Die Klassen der Schuleingangsstufe befinden sich in einem Gebäude und an einem Flur. Dadurch wird die Kooperation der Kolleginnen untereinander erleichtert, aber auch eine wechselnde Zusammensetzung der Lerngruppen kann ohne großen Aufwand organisiert werden. In der äußeren Differenzierung ist die Bildung jahrgangsübergreifender Lerngruppen ebenso möglich wie die Bildung jahrgangshomogener Lerngruppen. Weiterhin steht der Schuleingangsphase ein kleiner Gruppenraum auf dem gleichen Flur zur Verfügung. Für größere Gruppen können die Betreuungsräume der Offenen Ganztagsschule, die sich im gleichen Gebäude befinden, genutzt werden.

Jahrgangstrennung

Die Spandauer Schule arbeitet laut Beschluss der Schulkonferenz in der Schuleingangsphase jahrgangsbezogen. Um alle Kinder optimal zu fördern und zu fordern, erarbeiteten wir ein Förderkonzept. Das Konzept konzentriert sich auf die Förderung in den Fächern Sprache und Mathematik sowie im Bereich der Motorik, der Wahrnehmung, der Ausdauer und der Konzentration.

Anmeldung der Schulanfänger

Das Förderkonzept setzt bei der Anmeldung der Kinder an. Am Tag der Anmeldung wird der Sprachstand zunächst grob eingeschätzt. Grundlage dafür ist ein Gespräch mit dem Kind. Kinder, deren Sprachstand nicht eindeutig festzustellen ist, die noch nicht über einen ausreichenden aktiven und passiven Wortschatz verfügen und die bisher aufgrund von Delfin 4 noch keine Sprachförderung erhalten haben, werden zu einem weiteren Termin eingeladen. Mit dem Verfahren Delfin 5 wird eine Diagnose durchgeführt. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für eine Beratung mit den Erzieherinnen und mit den Eltern zur Einrichtung weiterer Fördermaßnahmen.

Ermittlung der Lernausgangslage

Die Ermittlung der Lernausgangslage in den ersten Schulwochen und die Umsetzung erster unterrichtlicher Konsequenzen begründen sich auf individuelle Schülerbeobachtungen durch die Lehrerinnen in der Schuleingangsstufe. Aus diesen Beobachtungen werden individuelle Förderbedarfe ermittelt und die entsprechenden Fördermaßnahmen eingeleitet.

Einrichtung von Fördergruppen

Die Förderung kann ein einzelnes Kind betreffen oder aber in Gruppen geleistet werden. Der Unterricht kann im Klassenunterricht, im Team-Teaching (innere Differenzierung) und im Förderunterricht in Gruppen in der äußeren Differenzierung erfolgen. Die Einrichtung kleiner Fördergruppen ermöglicht eine gezielte Förderung von Schülern mit gleicher oder ähnlicher Lernausgangslage.

Der Förderbedarf der einzelnen Schülerinnen und Schülern basiert auf Beobachtungen im Unterricht, Diagnosen und den daraus folgenden Förderplänen. Daraus ergeben sich schwerpunktmäßig die entsprechenden Fördergruppen bzw. Inhalte. Auch jahrgangsübergreifende Lerngruppen kommen auf diese Weise zustande.

Die Fortschreibung der Förder- und Entwicklungspläne für jedes Kind vollzieht sich in der Erstellung und Entwicklung der individuellen Lernbegleitbögen. Diese werden für die verschiedenen Lernschwerpunkte individuell verfasst und sind für einen individuellen Zeitraum angelegt. Zum Abschluss eines Lernabschnitts werden die beschriebenen Maßnahmen evaluiert.

Unterrichtsorganisation

Die Lehrerinnen und Lehrer der Schuleingangsstufe arbeiten eng zusammen. Didaktisch-methodische Konzepte sind miteinander abgestimmt und werden in den Klassen einheitlich angewandt. Dadurch wir die Durchlässigkeit zwischen den Jahrgangsstufen ermöglicht.

Die Förderung kann abhängig von den diagnostizierten Bedarfen klassenbezogen, klassenübergreifend, jahrgangsbezogen oder jahrgangsübergreifend organisiert werden. Die Zusammensetzung der Gruppen und die Verweildauer sind flexibel und werden individuell an die Lernforschritte der Kinder angepasst.